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Rollenspiele
Abschied mit Hindernissen. Familie Hans und Sophie Kaufmann
1 Familienmediation Trennung
von Sabine Zurmühl
Zusammenfassung
Es handelt sich um einen Beispielfall aus der Familienmediation mit der Thematik der Trennung: Die Mediation befindet sich in der Phase II und III, die Themen werden sortiert und einzeln bearbeitet. Besonderheit dieses Falles ist, dass im konstruktiven Bearbeiten der Sachthemen die unterschiedlichen Bedürfnisse (und Kränkungen) deutlich werden und so ein zügiges Arbeiten verzögert wird. Diese unterschiedlichen Tempi bei den Medianten sind typisch für Mediationen, in Familienmediationen werden sie oft besonders deutlich. Die Ungleichzeitigkeit ihrer jeweiligen Möglichkeiten ist ein Kennzeichen der vorliegenden Konfliktdynamik.
Es handelt sich um eine Mediation mit einem Ehepaar mit zwei Kindern.
Die Sitzungen beginnen zu einem Zeitpunkt, an dem die wechselseitige Information zum Verfahren durch den/die Mediator/in bereits erfolgt ist und auch die Wünsche und Erwartungen durch die Medianten schon geäußert und sortiert wurden: z.B. Wohnung / Kinder / Geld / Möbel / Haus. Die Rollenspieler bestimmen selbst, wie ausführlich sie den Fortgang und vielleicht auch überraschende Wendungen gestalten. Für die einzelnen Themen und Ebenen ist es durchaus möglich, mehrere Sitzungen in ihrem Verlauf aufeinander aufzubauen.
Beteiligte
Ehemann – Hans Kaufmann
Ehefrau – Sophie Kaufmann
Mediator/in
Sachverhalt
Sophie Kaufmann (43) hatte die Mediation angeregt. Sie arbeitet – nach Kinderpause – seit sechs Jahren als Lehrerin, Hans Kaufmann (50), von Beruf Ingenieur, war längere Zeit arbeitslos und arbeitet seit einem halben Jahr als Computerfachmann, einerseits in einer festen Stelle, andererseits mit freien Aufträgen.
Beide haben die Töchter Anita (15) und Helen (13).
Das Paar will sich trennen und die Modalitäten des Umgangs mit den Kindern sowie die Finanzen klären.
Als das Paar die Mediation aufsucht, ist Hans Kaufmann bereits seit sechs Wochen zuhause ausgezogen, in eine kleine Wohnung im selben Viertel. Die Töchter wohnen weiter im Haus bei der Mutter.
Sophie Kaufmann verfügt über ihr Gehalt als Lehrerin, Hans Kaufmann hat seine Arbeitszeit und damit sein Einkommen um einen Arbeitstag pro Woche reduziert, um mit seiner neuen Freundin, die in einer anderen Stadt lebt, zusammen sein zu können. Diese neue Beziehung besteht seit drei Monaten.
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