1. Kongress »Gesellschaftliche Konflikte effizient bearbeiten«

Bochumer Aufruf
1. Kongress »Gesellschaftliche Konflikte effizient bearbeiten«

Eine erfolgreiche Veranstaltung der »Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren (LaKI)«

am 07.12.17 in Dortmund (NRW)

1. Kongress »Gesellschaftliche Konflikte effizient bearbeiten«

Gut besucht war der Kongress »Gesellschaftliche Konflikte effizient bearbeiten« am 07.12.2017 in den Westfalenhallen in Dortmund. Es war der erste von insgesamt drei Kongressen im Rahmen des Projekts »Kommunales Konfliktmanagement fördern: Teilhabe und Integration konstruktiv gestalten«.

Das Projekt hat zum Ziel, durch Qualifizierungs- und Vernetzungsangebote Kommunen in NRW im Integrationsmanagement zu unterstützen und ihnen dabei zu helfen, nachhaltige Strukturen zur Konfliktvermeidung und -bearbeitung aufzubauen. Der Kongress diente dazu, die beteiligten Kommunen und die Fachöffentlichkeit über den aktuellen Sachstand zu informieren und weitere Kommunen in NRW für eine Teilnahme an der zweiten Modul-/Qualifizierungsreihe, die im Frühjahr 2018 beginnen wird, zu gewinnen. Weiterhin ging es darum, sich zu aktuellen kommunalen Herausforderungen und der Frage, wie kommunales Konfliktmanagement gelingen kann, auszutauschen.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den Leiter der Abteilung »Integration« des Integrationsministeriums, Anton Rütten. Über die Ziele des Projektes und den aktuellen Stand der Projektdurchführung informierte Dr. Susanne Farwick, Leiterin des Bereichs Integration der Stiftung Mercator. Der Leiter des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld, Prof. Dr. Andreas Zick, Inhaber des Lehrstuhls für Sozialisation und Konfliktforschung und Leiter des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) an der Universität Bielefeld, verortete das Projekt im aktuellen gesellschaftlichen Kontext.

Der zweite Teil des Kongresses informierte über den aktuellen Stand des Projektes, dessen Intentionen und Entwicklungsschritte. Einen Einblick in die Praxis der Projektumsetzung vor Ort gaben anschließend Teilnehmende aus den Pilotkommunen Hamm und Duisburg.

Die Landesweite Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren (LaKI) der Bezirksregierung Arnsberg ist vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) mit der Umsetzung des Projektes »Kommunales Konfliktmanagement fördern: Teilhabe und Integration konstruktiv gestalten« betraut worden und arbeitet mit der Akademie der Ruhr-Universität Bochum zusammen. Gefördert wird das Projekt durch die Stiftung Mercator.

Die Tagungsordnung finden Sie hier noch einmal:

1. Kongress 7.12. Dortmund - Programm

 

Hintergrund: Kommunale Integrationszentren in NRW


Am 8. Februar 2012 hatte der NRW-Landtag mit den Stimmen der Fraktionen von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP das Gesetz zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und Integration in Nordrhein-Westfalen beschlossen. Das Gesetz will eine vorausschauende, aktivierende und unterstützende Integrationspolitik für alle ermöglichen und das Bewusstsein der Menschen mit und ohne Migrationshintergrund für gegenseitige Offenheit, Toleranz, Respekt und Veränderungsbereitschaft fördern.

Ein Kernpunkt des Gesetzes ist die FörderungKommunaler Integrationszentren (KI) als flächendeckendes Angebot für alle Kreise und Kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen. Damit setzt das Land gezielt auf die Integrationskraft vor Ort in den Kommunen.

Mit aktuell 53 lokalen KI verfügt NRW heute über eine bundesweit einmalige Integrationsstruktur. Die wissenschaftliche Begleitung zur Aufbauphase des neuen Verbundes konstatierte bereits, es sei in bemerkenswert kurzer Zeit »eine funktionierende Infrastruktur« geschaffen worden. Die Forscher sehen »ein tragfähiges Gerüst für die Umsetzung von Integrationsmaßnahmen des Landes vor Ort«.

 

In einem Filmbeitrag wird das Projekt vorgestellt:

 

 Landesweite Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren (LaKI) der Bezirk

 

Mehr zum Gesetz und zu den KI

(Quelle: Landesweite Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren (LaKI) der Bezirksregierung Arnsberg)