10 Jahre »Breslauer Erklärung zur bi-nationalen Kindschaftsmediation«

Vorschau
10 Jahre »Breslauer Erklärung zur bi-nationalen Kindschaftsmediation«

MiKK-Veranstaltung ab dem 26.10.2017 in Warschau

Dagmar Lägler, Konrad Sobczyk

MiKK eV

Zehn Jahre nach Unterzeichnung der »Breslauer Erklärung« findet am 26. und 27. Oktober 2017 in Warschau ein Polnisch-Deutsches Symposium statt, das von MiKK (»Internationales Mediationszentrum für Familienkonflikte und Kindesentführung e. V.«) in Kooperation mit den Justizministerien, den Zentralen Behörden und mit Unterstützung von MediatorInnen beider Länder organisiert wird.

Dieses Jubiläum ist auch ein guter Anlass, auf die Erfolgsgeschichte der Breslauer Erklärung im Bereich der Cross Border Family Mediation hinzuweisen: MiKK arbeitet weltweit als einziges Netzwerk nach den in der Breslauer Erklärung entwickelten Standards. MiKK ist sehr sorgfältig in der Auswahl seiner bi-nationalen MediatorInnenteams und kann mit Recht stolz auf seine vielfältigen Aktivitäten und Erfolge sein.

Wie kam die Breslauer Erklärung zustande?

Der Initiative von Dr. Elzbieta Dobiejewska und Christoph C. Paul ist es zu verdanken, dass sich im Mai 2007 in Berlin erstmals eine Gruppe von polnischen und deutschen MediatorInnen getroffen hat. Fiel die Begrüßung zum Abendessen noch sehr förmlich aus, war bereits die Verabschiedung zur guten Nacht herzlich. Dieser persönlich sehr nette und vertrauensvolle Umgang miteinander, aber auch das intensive Arbeiten und der Austausch, »… welche Vorurteile haben wir Polen gegenüber den Deutschen (und umgekehrt!)…«, war nach unserer Einschätzung die Basis für das Verfassen und die Unterzeichnung der Breslauer Erklärung. 

Im Oktober 2007 fand in einem Kloster in Krzydlina Mala in der Nähe von Breslau das zweite Treffen statt. Wir erinnern uns sehr gerne an die Abgeschiedenheit des Ortes, die Einfachheit der Zimmer, die wir meist zu dritt oder zu viert geteilt haben, die wunderbar abwechslungsreiche Klosterküche – und natürlich das gemeinsame Arbeiten und Entwickeln der Breslauer Erklärung. Unsere Botschaft sollte sein: Sind in einem polnisch-deutschen Trennungskonflikt Kinder betroffen, sind im Rahmen einer bi-nationalen Co-Mediation die kulturellen Hintergründe beider Eltern einzubeziehen. Das MediatorenTeam - Mann und Frau – kommt aus Polen und Deutschland und ist ausgestattet mit psychologischen, pädagogischen, kommunikativen und juristischen Fähigkeiten. Eberhard Carl und Tadeusz Szewiola (t) gelten als die VerfasserInnen der Breslauer Erklärung; unterzeichnet wurde diese von 30 VertreterInnen aus Polen und Deutschland.

Auf diesem Treffen haben sich auch polnisch-deutsche Mediationsteams gebildet. Wir persönlich blicken auf verschiedene gemeinsam durchgeführte Mediationen in Bereich Familie und Kultur in Krakau, Warschau und Berlin zurück sowie auf gemeinsam organisierte Supervisionsveranstaltungen in Warschau bei mediatorzy.pl und beim Heidelberger Institut für Mediation.

Alle weiteren Hinweise zum Programm am 26. und 21.10. 2017 in Warschau und die Anmeldung erhalten Sie hier.

 Symposium Breslauer Erklärung


AutorInnen

Konrad Sobczyk, Sprecher der SMR, Mediator (SMR) und Supervisor, Warschau

Dagmar Lägler, Sprecherin der BAFM, Mediatorin (BAFM/BM), Supervisorin, Heilbronn u. Heidelberg

 

 

 

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