14. Internationale Mediationstage und Mediationstag DFfM 2015

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14. Internationale Mediationstage und Mediationstag DFfM 2015

Vorschau für Januar 2015

14. Internationale Mediationstage und Mediationstag DFfM 2015

Vom 29. bis zum 31. Januar 2015 finden in Hamburg die 14. Internationalen Mediationstage DACH mit Arist von Schlippe, Fritz Glasl, Reiner Ponschab und vielen weiteren erfahrenen Mediationspraktikern aus den unterschiedlichsten Bereichen statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung führt das Deutsche Forum für Mediation unter dem Motto »Einheit und Vielfalt« seinen »Mediationstag DFfM« durch - in Kooperation mit der AG Mediation im Deutschen Anwaltverein und der Deutschen Gesellschaft für Mediation (DGM).

Das Deutsche Forum für Mediation ist eine Dachorganisation für Mediation in Deutschland, in der zwölf Mitgliedsverbände mit insgesamt mehr als 2.200 Mitgliedern organisiert sind (Berufsverband Deutscher Diplom-Pädagogen/-innen BDDP, Deutsche Gesellschaft für Mediation in der Wirtschaft DGMW, EUCON Europäisches Institut für Conflict Management, Contarini-Institut für Mediation an der FernUniversität in Hagen, Fördergemeinschaft Mediation DACH, Förderverein Mediation im öffentlichen Bereich FMÖB, Hochschule Harz, Integrierte Mediation IM, Steinbeis-Hochschule-Berlin, Akademie für Soziales und Recht, Steinbeis Mediationsforum e.V., Verband der Baumediatoren, Verein Deutscher Patentanwälte zur Förderung der Mediation).

Die Teilnehmer erwartet ein vielfältiges und spannendes Programm. Dr. Gernot Barth und Dr. Stefan Kracht berichten über den aktuellen Stand der Rechtsverordnung zur Ausbildung der zertifizierten Mediatoren und stellen die Bemühungen der Mediationsverbände um eine gemeinsame Prüfstelle für zertifizierte Mediatoren vor.

Die Podiumsdiskussion unter Leitung von Dr. Reiner Ponschab widmet sich in einer fachkundigen Expertenrunde dem Thema »Grenzen der Mediation«. Mediatoren erleben das mitunter unfaire Verhalten von Medianden, die das Vertrauen anderer Verfahrensteilnehmern und die Offenheit der Mediation ausnutzen. Manchmal kommen Straftaten zur Sprache, die beteiligte Personen entweder begangen haben oder anderen vorwerfen. Welches Vorgehen empfiehlt sich, wenn Grenzen der Mediation erreicht werden? Mit Vertretern unterschiedlicher Fachrichtungen und dem Publikum wird über diese und andere Fragen offen diskutiert.

Studien von PwC bestätigen ein oftmals zwiespältiges Verhältnis von Unternehmen gegenüber der Mediation. EUCON hat in intensiven Gesprächen mit Unternehmensvertretern unter Einbeziehung von Prof. Dr. Reinhard Greger den EUCON Mediation Process (EMP) gestaltet, um die Akzeptanz von Wirtschaftsmediation zu steigern. Vor allem die Transparenz bei der Auswahl des Mediators und die Gestaltung des Verfahrens sollen zu einer besseren Akzeptanz führen. Dr. Hans-Uwe Neuenhahn wird die Besonderheiten des EMP vorstellen, aus denen sich Anregungen auch für andere Mediationsbereiche ergeben.

Zu Beginn eines Mediationsauftrages steht der erste Anruf einer Konfliktpartei. Unter dem Titel »Bei Anruf Mediation« geht es um die Frage, wie und wann aus einem solchen Anruf eine Mediation wird. Dr. Thomas Lapp und Holger Saubert stellen in einem fiktiven Telefongespräch die typischen Fragen von Konfliktparteien, aber auch die Überlegungen und möglichen internen Konflikte des Mediators dar.

Recht hat die Aufgabe, in Konflikten Entscheidungen herbeizuführen. So bleibt es nicht aus, dass viele Konflikte auch aus rechtlicher Sicht betrachtet werden. Wie die Fähigkeit der nicht juristisch vorgebildeten Mediatoren im Umgang mit dem Recht ausgeprägt sein sollte und gestärkt werden kann, behandelt Dr. Martin Jung.

Komplexe Streitigkeiten sind ideal geeignet, in Mediationen bearbeitet zu werden. Ein Bereich, in dem von der Unternehmensnachfolge über Baustreitigkeiten bis zu Familienauseinandersetzungen Konflikte unterschiedlichster Art auftreten, ist die Landwirtschaft. Aus der Fülle der dort gemachten Erfahrungen mit Mediation berichtet Marcus Hehn.

Weitere Informationen und eine ausführliche Programmübersicht erhalten Sie hier und hier.

Anmeldungen sind hier möglich.