6. Hamburger Mediationstag: Keynote Kurt Faller

Rückschau
6. Hamburger Mediationstag: Keynote Kurt Faller

Leitthema am 19.06.2019: »Politik - m(M)acht - Mediation«

Keynote Sprecher Kurt Faller

6. Hamburger Mediationstag

Kurt Faller verbindet seit 25 Jahren als selbstständiger Lehrmediator BMWA ®, Organisationsberater, Coach und Systemdesigner die praktische Mediations- und Entwicklungsarbeit mit der wissenschaftlichen Reflexion der Lehrtätigkeit in seiner Arbeit. Er doziert an verschiedenen Hochschulen und Managementschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sein besonderes Engagement gilt dem Einsatz der Chancen und Ressourcen von Mediation in gesellschaftlichen und politischen Entwicklungsprozessen.

Auf dem 6. Hamburger Mediationstag (19.6.2019) unterstrich er als Keynote Speaker unter dem Leitthema »Politik - m(M)acht - Mediation« sein Plädoyer: »Zeiten der Veränderung sind Zeiten der Mediation«:

»In allen gesellschaftlichen Bereichen steigt der Handlungsdruck für die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Kultur.« so Kurt Faller. »Aber wenn sie handeln, stehen sie vor einem Entwicklungsdilemma: Je mehr sie zur Lösung eines Problems tun, umso stärker werden die Konflikte. Eine politische Problemlösung ist nur noch möglich, wenn gleichzeitig die damit verbundenen Konflikte bearbeitet werden. Die Konsequenz: Ohne Vermittlung, Verhandlung und Mediation gibt es keinen Fortschritt.«

  • Was bedeutet das aber für die politischen Prozesse?
  • Was bedeutet das für die Mediation?
  • Wie kann Mediation stärker in demokratische Entscheidung- und Umsetzungsprozesse integriert werden?
  • Und was bedeutet das für Haltung und Formen der Mediation?

 

Kurt Faller

 

Mit diesen Fragen beschäftigte sich Kurt Faller auf dem 6. Hamburger Mediationstag und konnte einige Antworten entwickeln. Teilnehmer nutzten die Möglichkeit, ein signiertes Werk des Autors zu bekommen.

In weiteren Workshops und Diskussionsrunden erfuhren die TeilnehmerInnen in Hamburg, wie die Entscheidungsfindung und Problemlösung in der Politik heutzutage funktioniert. Politik ist nie Mediation, aber Politik muss mehr und mehr nach Kompromissen suchen. Daher wurden Antworten auf weitere Fragen erarbeitet:

  • Was unterscheidet die politische Lösungsfindung von mediativer Lösungsfindung und was ähnelt sich manchmal?
  • Wo und wie können MediatorInnen und PolitikerInnen methodisch und inhaltlich voneinander profitieren?
  • Wie findet die Politik gute MediatorInnenen und wie profilieren sich Mediatorinnen in politischen Prozessen?
  • Kann Mediation mehr Synergien in die Lösungen bringen durch die ihre besondere Aufmerksamkeit auf Interessen, Werte, und Bedürfnisse der Konfliktparteien?
  • Wieviel Beteiligung steckt tatsächlich in Beteiligungsprozessen?
  • Wieviel Macht steckt hinter Entscheidungen, wie viel Transparenz und wie viel Vertraulichkeit benötigt politische Verhandlung/Mediation?
  • Was bedeuten die »strukturelle Macht« und die »Macht der Ohnmacht« für die Rolle des neutralen Dritten, der MediatorIn?
  • Was macht Mediation anders als Politik?
  • Wieviel Entscheidungsbefugnis wünschen sich - klammheimlich - manche MediandInnen und manche MediatorInnen?

 

Weitere Informationen zum Programmablauf:

https://www.hamburger-mediationstag.de/programm/

 

 

 

 

 

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