Berliner Mediationstag 2020

Kostenlose Teilnahme
Berliner Mediationstag 2020

Jetzt anmelden für die digitale Teilnahme am 5. Juni 2020 ab 09.30 Uhr

Gastreferent: Dipl. Psych. (Univ.) Eberhard Stahl

Eberhard Stahl

Mit dem Hamburger Gastreferenten Eberhard Stahl betritt ein bekannter Experte für »Interaktionsregeln« die virtuelle Bühne via ZOOM beim Berliner Mediationstag 2020 am 5. Juni in Berlin - digital (online) veranstaltet von Peter Knapp und seinem Team.

Eberhard Stahl begann bereits 1986 die Zusammenarbeit mit dem Kommunikationspsychologen Prof. Dr. Friedeman Schulz von Thun im Hamburger »Arbeitskreis Kommunikation und Klärungshilfe«. 2011 war er Mitbegründer des Beratungsunternehmens » elbdialog«.

Das Portfolio der dort angebotenen Weiterbildungen reicht von Dynamik in Gruppen, Moderation effektiver Arbeitstreffen, professionellem Feedback bis hin zu Seminaren über Verhandlungsführung und Konfliktmanagement. Verständlichkeit, Lebendigkeit und Transparenz sind Eberhard Stahl und seinen Mitgeschäftsführerinnen Roswitha Stratman und Regina Heiland dabei wichtige Anliegen.

Im Fokus des Berliner Mediationstages steht das Thema »Virtuelle Kommunikation«.

Wenn sich DialogpartnerInnen sich nicht am gleichen Ort bzw. zur gleichen Zeit aneinander wenden, sind Medien im Spiel: Brief, Telefon, Mail, Video.

Zunächst ist die Verfügbarkeit und Beherrschung digitaler Medien eine Basis für die Zusammenarbeit in virtuellen Teams. Teamregeln schaffen die Grundlage für gemeinsames Arbeiten mit Teammitgliedern an unterschiedlichen Standorten. Durch die Wahl der richtigen Kommunikationsmittel und Kommunikationsformen können Missverständnisse unter den Mitarbeitern vermieden werden.

Denn der Einsatz dieser Medien verändert die Gesprächssituation und beeinflusst dadurch (meist ungeplant und häufig unbemerkt) das Verhalten der Beteiligten.

Welche Veränderungen sind (vor allem im Hinblick auf Gespräche im Dienste der Konfliktregelung) zu berücksichtigen und wie können medienbedingte Vorteile genutzt und Nachteile kompensiert werden?

Zu diesen Fragen werden bei diesem Online-Vortrag einige Antwortvorschläge als Grundlage für den folgenden Erfahrungsaustausch präsentiert.

 

Hinweis:

Das bisherige Tagungsthema, die Interaktionsmuster in Konfliktkonstellationen »Von der eigendynamischen Entwicklung zur bewussten Inszenierung«, wird aufgrund der Corona-Pandemie auf den 04.06.2021 verlegt.

Vorschau für 2021: Konfliktinszenierungen, ob bewusst oder unbewusst, sehen wir täglich. Sie zeigen gelernte Verhaltensweisen und führen auf bekannte Wege oder erscheinen uns unverständlich und unpassend. Wie können wir kreativer und angemessener mit Konfliktinszenierungen umgehen? Worin besteht die dafür notwendige dramaturgische Kompetenz?

Wer im Konflikt handelt, signalisiert durch sein gesamtes Verhalten in Gestik, Mimik, Wortwahl und Wahl mentaler Modelle nach welchen Regeln er sich streiten möchte und nach welchen nicht. Auf diese Weise führen die Akteure – häufig unbewusst - Regie auf der Konfliktbühne und inszenieren ihre Konflikte.

Dabei zwingt das Verhalten der einen Seite die anderen Beteiligten unmittelbar, sich entweder der gerade vorgeschlagenen Inszenierung anzupassen oder selbst einen gegenläufigen Inszenierungsversuch zu unternehmen.

In diesem Sinne sind Konflikte keine Naturereignisse, sondern Inszenierungen. Das kann zu guten Ergebnissen führen, solange die Beteiligten ähnlichen und passenden Skripten folgen. Tun sie es nicht, kommt es zu »dramaturgischen« Komplikationen: Schnell empfinden die Beteiligten das Verhalten der Gegenseite als dumm, krank oder bösartig, und sie durchlaufen gemeinsam eine chaotische, nicht selten zerstörerische Aufführung. In solchen Fällen braucht es Unterstützung durch professionelle »Konflikt-DramaturgInnen«.

Für diese professionellen Konfliktmanagerinnen folgt daraus die Empfehlung, sich Kompetenz in allen vier Modi anzueignen. Denn: Wer nur einen Modus gut zu inszenieren versteht, läuft Gefahr, den Besonderheiten einer Konfliktsituation nicht gewachsen zu sein: Immer nur »partnerschaftlich« zu agieren ist im Konflikt eben so wenig hilfreich wie eine »Gegnerschaft« um jeden Preis.

Weitere Informationen über den Referenten bekommen Sie in diesem Interview.

 

Weitere Informationen zum 13. Berliner Mediationstag 2020

Wann? Freitag 05. Juni 2020 von 09.30 Uhr bis 11.30 Uhr

Wie? Kostenlos online via ZOOM nach vorheriger Anmeldung

Programm

Flyer Berliner Mediationstag 2020

Anmeldung

--> Anmeldung