Initiative »Bochumer Aufruf« - 2. Netzwerktreffen

Veranstaltung am 20.04.2016
Initiative »Bochumer Aufruf« - 2. Netzwerktreffen

Bundesweites Mediations-Netzwerk »Einwanderung - Integration - Partizipation«

 

Bochumer Aufruf - 2. Netzwerktreffen

Einwanderung und Integration bestimmen auch 2016 die politische Agenda und stellen alle staatlichen und zivilgesellschaftlichen Verantwortungsträger vor neue Herausforderungen. Dabei gibt es keine einfachen Lösungen. Integration ist ein längerfristiger Lernprozess, der gemeinsam von Anwesenden und Ankommenden gestaltet werden kann. In diesem Prozess geht es nicht nur um das Was, sondern auch um das Wie der Integration.

  • Wie kann in dieser Zeit der gesellschaftliche Zusammenhalt gesichert und neu gestärkt werden?
  • Wie können die Abläufe und Arbeitsfelder der Integration konfliktfester gestaltet werden?
  • Wie kommen wir weg von der Konfrontation und hin zu gemeinsam tragbaren Lösungen?

 

Für die Initiatoren des Bochumer Aufrufs ist Mediation eine dienende Disziplin. Sie sieht ihr Ziel darin, die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft und die Kräfte der Zivilgesellschaft zu unterstützen

  • die Kommunikation und den Dialog aufrecht zu erhalten,
  • den Respekt für die andere Person und das andere Argument zu sichern und
  • bei widerstreitenden Interessen Lösungen ohne Beschädigung der einen oder anderen Seite zu finden.

 

Mediation und Beratung orientieren sich an Kernaufgaben des Integrationsprozesses und entwickeln Ideen und Vorschläge,

  • wie Probleme und Konflikte möglichst früh erkannt und erfasst,
  • wie Schwierigkeiten durch präventive Maßnahmen vermieden,
  • wie auftretende Konflikte konstruktiv geklärt und
  • wie effektive Konfliktmanagementsysteme in den zentralen Arbeitsfeldern der Integration in Organisationen, Kommunen und Ländern aufgebaut werden können.

 

Nicht die Konflikte sind das Problem, sondern die Art und Weise, wie wir damit umgehen. Das Ziel ist, konstruktive Formen und systematische Verfahren der Konfliktregelung in Kommunen, sozialen Organisationen und zivilgesellschaftlichem Engagement zu verankern. Und zwar in sechs Arbeitsfeldern:


1. Arbeit mit Flüchtlingen
2. Unterstützung von Ehrenamtlichen
3. Beratung von Kommunen und sozialen Organisationen
4. Bildung und Schule
5. Integration in den Arbeitsmarkt
6. Ausbildung von Integrationsverantwortlichen und interkulturellen Systemdesignern
7. Durch eine systematische Sammlung von Projektideen, Ansätzen und Bearbeitungsformen soll ein großer IntegrationsWerkzeugkasten mit vielen Instrumenten und Trainingsangeboten entstehen.

 

Auf dem ersten Treffen des Mediations-Netzwerkes »Bochumer Aufruf« konnten bereits Ideen gesammelt werden, wie man den Ansatz von Mediation und Konfliktmanagement in die Arbeit mit Geflüchteten einbringen kann.

Die zweite Netzwerkkonferenz stellte den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Mittelpunkt der Diskussion und prüft die Frage, wie Beratung, Mediation und Supervision durch neutrale und unabhängige Personen zu Dialog, Verständigung und Ausgleich unterschiedlicher Interessen erfolgen können.

Nach dem vorliegenden Programm begann die Veranstaltung im ersten Teil mit Vorträgen so renommierter Referenten wie z.B. des Bielefelder Forscher Professor Dr. Andreas Zick oder Winfried Kneip von der Stiftung Mercator. Im zweiten Teil folgte ein Erfahrungsaustausch in Arbeitsgruppen mit Workshops zu Themen wie »Flüchtlinge«, »Bildung und Schule« oder auch »Ehrenamtliche«.

 

Programm Netzwerktreffen

 

Foren Netzwerktreffen

 

2. Netzwerktreffen Kernthema: Gesellschaftlicher Zusammenhalt

Mittwoch, den 20.04.2016 (10.00 – 17.00 Uhr)

ver.di Bezirk Bochum Herne

Universitätsstraße 76

44789 Bochum