Innovativ: Die Bürgerbeteiligung »Villa Berg« in Stuttgart

Mediation im öffentlichen Raum
Innovativ: Die Bürgerbeteiligung »Villa Berg« in Stuttgart

Beginn des offenen Verfahrens am 20.07.2016

Innovativ: Die Bürgerbeteiligung »Villa Berg« in Stuttgart

 

Die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart ist reich an bedeutenden Baudenkmälern. Eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges ist die Villa Berg, ein Schloss im Neurenaissance-Stil, das sich der spätere Württembergische König ab 1846 als Sommerresidenz bauen ließ

Im Krieg stark zerstört wurde die denkmalgeschützte Landhausvilla zunächst dem Südwestrundfunk übereignet und mit einem Sendesaal ausgestattet. Nach wechselvollen Verkäufen – begleitet von den Protesten zahlreicher Bürgerinitiativen – übernahm schließlich die Stadt Stuttgart Anfang 2016 das gesamte Gebäude.

Wie die historische Villa mit ihrem Sendesaal zukünftig genutzt und ausgestaltet werden soll, steht noch nicht fest. Neue Ideen und Nutzungsvorschläge will die Stadt nun zusammen mit ihren Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen einer offenen Bürgerbeteiligung erarbeiten.

Die Auftaktveranstaltung »Villa Berg« startet am Mittwoch, 20. Juli 2016 mit einer Einführung des Stuttgarter Oberbürgermeisters Fritz Kuhn. Nach den Untersuchungsergebnissen über die Bausubstanz und die Perspektiven des Denkmalschutzes wird im zweiten Teil der Veranstaltung in Themengruppen an neuen Konzepten gearbeitet.

Im Auftrag des Amts für Stadtplanung und Stadterneuerung moderiert das Tübinger Büro DIALOG BASIS, eine unabhängige Organisation für Bürgerbeteiligung und Stakeholder-Dialoge, diesen Prozess der Bürgerbeteiligung.

Welche Verfahrensabfolge wurde festgelegt?

Nachfolgenden Workshops finden am 14. September und am 20. Oktober statt; die Abschlussveranstaltung ist für den 7. Dezember 2016 geplant. Alle Termine und Zwischenergebnisse werden auf www.stuttgart-meine-stadt.de/villa-berg kommuniziert.


Hinweis: Interessiert Sie dieser Themenbereich der Bürgerbeteiligung?

Informieren Sie sich mit dem neuen Handbuch »Bürgerbeteiligung – Konzepte und Lösungswege für die Praxis« unserer Herausgeber Christina Benighaus, Gisela Wachinger und Ortwin Renn. Sie stellen auf der Basis konzeptioneller Überlegungen praxisnahe Verfahren der Bürgerbeteiligung vor, zeigen ihre Vor- und Nachteile und vor allem ihre Eignung für unterschiedliche Einsatzbereiche.

Mithilfe von 22 konkreten Fallbeispielen vom Bau eines Flüchtlingsheims über die Realisierung von Naturschutzprojekten bis hin zur Krankenhausplanung einer Kreisklinik decken die Herausgeber unterschiedliche Themenfelder ab, in denen Bürgerbeteiligung wichtig und sinnvoll ist.

Das Buch ist eine praktische Anleitung für all diejenigen, die Bürgerbeteiligungsprozesse initiieren, konzipieren und durchführen oder einfach nur verstehen wollen. Für kommunale Verwaltungen und ihre politischen Leiter oder Bürgerinitiativen, Verbände und Vereine, Vertreter der politischen Gremien und für Organisatoren, Mitwirkende und Adressaten von Beteiligungsmaßnahmen ist »Bürgerbeteiligung« eine wertvolle konzeptionelle Hilfestellung.

 

 J. G. Heim 

 

Literaturempfehlung 
Benighaus, Wachinger, Renn: Bürgerbeteiligung
Benighaus, Wachinger, Renn

Konzepte und Lösungswege für die Praxis

Details
49,95 €incl. MwSt.
Gebunden, 352 Seiten, am 24. Juni 2016 erschienen