Mensch Mediator – Werte und Prinzipien in »Spektrum der Mediation 68«

Fachzeitschrift
Mensch Mediator – Werte und Prinzipien in »Spektrum der Mediation 68«

Die Juliausgabe mit Beiträgen zu den Grundsätzen der Mediation

SdM 68 Mensch Mediator

 

Nach welchen Werten und Prinzipien arbeiten Sie? Prägen diese Grundsätze Ihre Haltung als MediatorIn, Ihr Denken und Handeln?

Die Professionalität und Qualität Ihrer Dienstleistungen können auf der konsequenten Umsetzung dieser Grundsätze bestehen.

Vielleicht hilft Ihnen dies auch in unsicheren und komplexen Situationen. Es schützt vielleicht nicht vor Fehlern, aber es erlaubt uns einen verantwortungsvollen und wertschätzenden Umgang mit allen Konfliktbeteiligten.

Ein Grund mehr, sich mit den Beiträgen und Fachartikeln zu dieser Thematik in der neuen Ausgabe zu befassen.

Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Editorial »Spektrum der Mediation 68«.

 

»…

Liebe Leserinnen und Leser,

Werte und Prinzipien stellen dem »Homo Mediator« ein inneres Koordinatensystem zur Verfügung. Wie ein »Kompass« unterstützen sie ihn, mit allen Konfliktbeteiligten professionell und verantwortungsvoll zu agieren – besonders in unsicheren und komplexen Situationen.

Als MediatorInnen erlernen wir ein System von besonderen Werten und Eigenschaften: Unsere HeftpatInnen Jutta Hohmann und Kurt Faller stellen sie in den Mittelpunkt ihrer Einführung (S. 8).

Haben Sie Mut zum Diskurs um unsere Zukunft fordert der Innovationsexperte Prof. Eckard Minx von der Daimler und Benz Stiftung im Rahmen unserer Serie »Demokratie leben« (S. 7).

Dr. Birgit Keydel präsentiert uns einen Diskurs über die Grundsätze und Prinzipien - die »Big Five« - der Mediation (S. 13). Den Blick auf die eigene Arbeitsweise lenkt Prof. Ulrich Sick: Er erläutert die Stärken und Herausforderungen und untersucht die Rollen der MediatorInnen – vom »Analytiker« über den »Seelenarzt« bis hin zum »Kaufmann« und mehr (S. 17).

Besonders in kritischen Situationen wird die Frage nach Ethik und Moral gestellt: Dr. Karl Kreuser erkennt darin einen »Reflex«, der für alle professionellen Entscheidungen notwendig ist (S. 21). Muss ich und wann kann ich unbewusste Prozesse in der Mediation erkennen und reflektieren? Der Psychoanalytiker Dr. Georg Gfäller stellt seine ganz persönliche Einschätzung mit einem Praxisbeispiel zur – offenen – Diskussion.

Rita Wawrzinek demonstriert hilfreiche Übungen für die Selbststeuerung (S. 30), Isabell Kresse schätzt Emotionen als Signalgeber für die Authentizität (S. 33) und Walter Letzel plädiert für eine deutlichere Verfahrensverantwortung des »Homo Mediators« (S. 37). Auf das »Wir« im Konfliktgeschehen verweist Prof. Kristina Reitz (S. 44) und Heike Spohr setzt einen interkulturellen Diskurs fort (S. 47).

40 Jahre nach dem Attentat auf den italienischen Ministerpräsidenten Aldo Moro trafen sich in Freiburg seine Tochter und zwei Täter der »Roten Brigaden«. Ein mehrjähriger Mediationsprozess hatte eine Versöhnung ermöglicht. Doris Morawe und Wolfgang Jaede berichten von der Leistung aller Verfahrensbeteiligten (S. 40). Last, but not least betont auch Dirk Splinter die Bedeutung von Haltung und Werten in einer prinzipiengeleiten Friedensmediation (S. 50).

Der Philosoph Arthur Schopenhauer (1788 - 1860) forderte: »Um fremde Werte frei anzuerkennen und gelten zu lassen, muss man eigene haben«. Wie denken Sie darüber?

Ich freue mich über Ihr Feedback und Ihre Anregungen.

Jürgen Heim

Leitung Redaktion

Email: redaktion@spektrum-mediation.de

...«

 

 J. G. Heim