Der richtige Ton und Mediation

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Der richtige Ton und Mediation

Bericht zum Symposium 03. November 2018 - Universität Potsdam      

Symposium Universität Potsdam

Unter dem Titel »Der richtige Ton und Mediation« veranstalteten das Koordinationsbüro für Chancengleichheit der Universität Potsdam und die Deutsche Stiftung Mediation am 3. November 2018 in den Räumen der Universität am Neuen Palais in Potsdam ein Symposium mit musikalischem Ausklang. 

Das Symposium bot Raum für einen offenen, produktiven Austausch über Fragen zur Mediation: als Entwicklungs- und Erkenntnisprozess Einzelner und der Gesellschaft, aber auch über individuelle Werte und Gedanken.

»Es kommt auf den richtigen Ton an« - Musik hat das Potential, Räume zu öffnen; Interpreten und Zuhörer können im Gleichklang schwingen, so dass Vielfalt entsteht, Widerstände transformiert und Verständigung erreicht werden kann. Dieses Potential – so die zentrale Nachricht des Symposiums - hat auch die Mediation bzw. die mediative Haltung.

Im Plenum und in den sich anschließenden sog. »Think-Shops« widmeten sich Vortragende und TeilnehmerInnen bestimmten Themenschwerpunkten, um diese Aspekte zu vertiefen.

  • Christina Wolff, die zentrale Gleichstellungsbeauftragte der Universität Potsdam, ,betonte, dass Chancengleichheit Raum, Werkzeuge und Sensibilisierung erfordere. Wichtig sei u.a. eine unterstützende, diskriminierungsfreie Haltung.
  • Robert Glunz gab einen Überblick über die »Klaviatur der Mediation«. Es komme nicht auf das Etikett »Mediation« an, um tatsächlich Mediation zu sein.
  • Im Think-Shop von Claudia Lutschewitz wurden »Innere Haltung und Mediation« beleuchtet und diskutiert. Sie plädierte für Bewusstheit und mediative Kompetenz im Alltag. Zusammen mit Claudia Herzsprung stellte sie am Nachmittag das Projekt der Deutschen Stiftung Mediation »Clever streiten für Kids« vor und zeigte, dass mediative Kompetenz schon früh vermittelt werden kann und im Schulalltag von allen Beteiligten gelebt werden sollte.
  • Inke DuBois erläuterte in ihrem Think-Shop, wie interkulturelle Unterschiede und Diskriminierungen erkannt und bearbeitet werden können. Ganz besonders wichtig sei es, Kommunikationsunterschiede zu integrieren.
  • Dörthe Kuhlmey schaute mit ihren TeilnehmerInnen direkt in Alltagskonflikte hinein und sprach sich insbesondere für das Storytelling zur Verständigung aus.

 

Zum Abschluss lud der Pianist Andreas Lucewicz zu Schubert, Debussy und Beethoven ein und entließ die Beteiligten mit der »Mondscheinsonate«, in die seine ganze emotionale Kraft und Virtuosität einfloss. Der richtige Ton nach einem vielfältigen und spannenden mediativen Austausch.


Dr. Monika Pasetti, Rechtsanwältin und Mediatorin, Berlin

 

 Potsdam

 

 

 

 

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