»Schieben oder ziehen?« – Spektrum der Mediation (SdM) 76

Fachzeitschrift
»Schieben oder ziehen?« – Spektrum der Mediation (SdM) 76

Die Sommerausgabe mit Antworten auf die Frage »Was brauchen wir?«

Spektrum der Mediation (SdM) 76

Mit dem Schwerpunkt »Schieben oder ziehen – was brauchen wir?« widmet sich die Sommerausgabe von »Spektrum der Mediation« (SdM 76) einem vielschichtigen Thema.

Lesen Sie dazu die Einführung der Heftpatinnen Jutta Hohmann, Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht und Notarin a. D., langjährige Vorstandsvorsitzende des Bundesverbande für Mediation (BM) und Dr. Doris Klappenbach, Direktorin des Instituts für Mediative Kommunikation und Diversity-Kompetenz (IMK).

»... Anlässlich dieses ungewöhnlichen Titels kam uns als Erstes die Metapher der beiden Esel in den Sinn: Verbunden durch ein Seil ziehen sie jeweils in eine andere Richtung zum Heu und hindern sich gegenseitig daran, ihr Ziel zu erreichen.

Wer mit Eseln eine nähere Erfahrung hat, kennt die sprichwörtliche Schwierigkeit, einen Esel über »Schieben oder Ziehen« in eine bestimmte Richtung zu bewegen.

Das Internet befragt, erfuhren wir, dass es sich bei »Schieben oder Ziehen« um eine Leitmerkmalmethode handelt. Als Ladehilfe soll sie Sicherheit geben, Unfälle verhindern und Schäden vermeiden helfen. »Schieben oder Ziehen« ?

Was hilft? Was schadet? Vielleicht hilft beides, vielleicht hilft nichts oder vielleicht hilft auch eine ganz andere Herangehensweise?

Die Antwort auf die Frage, was hilft oder auch schadet, hängt davon ab, wer oder was genau im Fokus steht und welche Ressourcen vorhanden sind. Dann erscheinen unterschiedliche Antworten möglich.

Wir dachten hier u. a. an die Konfliktparteien bzw. KlientInnen, die professionell Tätigen und die Gesellschaft. Auf jeden Fall ist die Antwort situationsgemäß zu formulieren. »Schieben oder Ziehen« bei Konfliktparteien in der Mediation ist nicht angesagt. »Schieben oder Ziehen« erzeugt Druck. Und Druck erzeugt Gegendruck und verhindert, dass die Parteien eigenverantwortlich eine Lösung finden.

Bei den professionell Tätigen ist »Schieben oder Ziehen« z. B. bei der Verpflichtung zur Supervision (u. a. in den Standards der Ausbildung) angemessen, wenn es um Qualitätssicherung geht.

Gesellschaftlich betrachtet soll »Schieben oder Ziehen« den notwendigen Druck erzeugen, um die Chancen zur Förderung von Mediation zu steigern und Barrieren zur Durchführung von Mediation abzubauen.

Die Notwendigkeit eines situationsgerechten Herangehens wird immer wieder deutlich in den aktuellen Diskussionen um Agilität, Diversität und den Anspruch an Flexibilität als Antwort auf gesellschaftliche, technologische, politische und weitere Veränderungen. ...«

 

Die Heftpatinnen der SdM 76

Rechtsanwältin und Notarin Jutta Hohmann

Jutta Hohmann

Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht und Notarin a. D.,
Mediatorin BAFM®, BM®/SDM-FSM, Ausbilderin Mediation BM®,
Immobilienmediatorin DIA.
Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes für Mediation e.V.(BM)2007 bis 2013.
Mitglied der Expertenkommission zur Vorbereitung
der Gesetzgebungsarbeiten für ein Mediationsgesetz beim Bundesministerium der Justiz.

E-Mail: anwalt@jutta-hohmann.de

 

Dr. Doris Klappenbach

Dr. Doris Klappenbach

Erziehungswissenschaftlerin,
Mediatorin BM®/SDM-FSM, Ausbilderin Mediation BM®,
Coach/Trainerin/Coachgutachterin dvct.
Direktorin des Instituts für Mediative Kommunikation und Diversity-Kompetenz (IMK)
Vizepräsidentin der Internationalen Akademie Berlin für innovative Pädagogik, Psychologie und Ökonomie (INA) gGmbH.
Dozentin für Psychologische Handlungskompetenzen an der Sigmund Freud PrivatUniversität Berlin.
E-Mail: klappenbach@mediative.info

 

Alle weiteren Informationen zum Heftinhalt finden Sie hier.

 

 

Literaturempfehlung 
Herausgegeben vom Bundesverband Mediation e. V.: Spektrum der Mediation Heft 76

Schieben oder Ziehen - Was brauchen wir?

Details
12,00 €incl. MwSt.
Im Juni 2019 erschienen