Schulen und Stile

Fachzeitschrift
Schulen und Stile

Die Weihnachtsausgabe mit Beiträgen zum BM-Kongress und zur ZMediatAusbV

»Spektrum der Mediation 65«

Die unterschiedlichen Schulen und Stile der Mediation und ihre Ordnungs- und Strukturierungssyste­me stehen im Mittelpunkt dieser neuen Ausgabe von »Spektrum der Mediation 65«.

Ein Auszug aus dem Editorial:

»... Verschaffen Sie sich einen Überblick (z. B. durch das Mediations-Metamodell von Prof. Dr. Nadja Alexander), tauchen Sie in verschiedene Ansätze und Vorgehensweisen ein in unterschiedlichen situativen Kontexten (aufgezeigt von Prof. Dr. Thomas Knobloch et al.) oder aufgrund eines zugrundeliegenden Mediationsverständnisses (wie der Trans­formativen Mediation als klassischer »Mediationsschule« beschrieben von Christian Hartwig).

Und lassen Sie sich ins­pirieren durch neue Impulse - eingefangen auf dem BM-Medi­ationskongress am 4. und 5. November 2016 in Dresden.

 

Dieses Heft zeichnet sich zudem durch eine redaktionelle Vielfalt aus: Jürgen Heim und Gerlinde Preis (Redaktion) ha­ben gemeinsam mit Zoë Schlär und Prof. Dr. Thomas Knob­loch (HeftpatInnen) die spannenden Beiträge für Sie zusam­mengestellt. Zudem hat uns Blanka Weber (freie Journalistin) auf dem Mediationskongress bei der Berichterstattung mit spannenden Interviews und Beiträgen unterstützt…...«

 

Lang erwartet und doch überraschend erschienen ist die Rechtsverordnung über Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren(ZMediatAusbV). Lesen Sie die mitunter kritischen Stimmen bekannter Vertreter aus Praxis und Lehre.

 

 

Ein kleiner Auszug:

 

 SdM 65 Neue Wege mit der Gewaltfreien Kommunikation (GFK)

Die Potenziale des 8-Stufen-Dialogs in der Mediation

Neue Wege mit der Gewaltfreien Kommunikation (GFK)

von Ingrid Holler

Eine Mediation bietet Möglichkeiten, Konflikte gewaltfrei zu klären. Darin liegt ein nicht zu unterschätzendes Potenzial, das auch gesellschaftlich zunehmend an Bedeutung gewinnt. Mit der »Gewaltfreien Kommunikation« wurden neue Wege entwickelt, dieses Potenzial so umfassend wie möglich zu nutzen. Wertschätzung, Bedauern oder ein Perspektivenwechsel können situative Wendepunkte in einem Mediationsverfahren darstellen. In diesem Beitrag wird exemplarisch das Vorgehen im Perspektivenwechsel anhand eines von der Autorin mitentwickelten 8-Stufen-Dialogs vorgestellt.

 

 SdM 65 Beitrag Nadja Alexander

Das Mediations-Metamodell

Ein konzeptueller Rahmen für die internationale Mediationspraxis

von Prof. Dr. Nadja Alexander

Mediation ist ein flexibler Prozess, der auf die Bedürfnisse der MediandInnen maßge­schneidert werden kann. Diese Flexibilität hat zu Innovationen ermutigt, was zu diversen Mediationspraxismodellen führte. Dieser Artikel stellt ein Mediations-Metamodell vor, das ein Orientierungsraster für die internationale Mediationspraxis anbietet. Es hilft bei der Identifikation unterschiedlicher Mediationsformen und verdeutlicht, in welchem Verhältnis sie zueinander stehen. Dass nicht alle der sechs Praxismodelle der Mediations-Metamodell überall in der Welt anerkannt werden, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, z. B. den mediationsrelevanten Rechtsnormen, den Rechtskulturen, den Streitkulturen und der Entwicklung der Mediationspraxis der jeweiligen Gerichtsbarkeit.

 

 SdM 65 Beitrag Prof. Knobloch

 Konflikte im situativen Kontext

Ein kurzer Überblick

von Prof. Dr. Thomas Knobloch

Die persönlichen Anforderungen an Mediatorinnen und Mediatoren sowie auch deren instrumentelle Methodik richten sich regelmäßig nach den zu mediierenden Konflikten, so dass eine entsprechende Kategorisierung der bunten Konfliktlandschaft wichtige Hinweise zur Vorbereitung und Durchführung eines Mediationsverfahrens geben kann. Vor diesem Hintergrund wird nachfolgend eine offene Struktur der komplexen Konfliktlandschaft nach unterschiedlichen situativen Kontexten der Konfliktparteien skizziert, die zugleich der systematischen Verortung der weiterführenden Beiträge dient.

 

SdM 65  Beitrag Hartwig

Selbstbestimmte Krisenbewältigung

Die Konfliktintervention in der Transformativen Mediation nach Prof. Folger u. a.

von Christian Hartwig

Der Artikel beleuchtet Theorie und Praxis der Transformativen Mediation (TM) und beschreibt, wie Mediatorinnen und Mediatoren die Konfliktparteien (KP) in der Mediation unterstützen: Sie können die Qualität ihrer konflikthaften Wechselbeziehung von einer negativen und destruktiven in eine positive und konstruktive verändern und dabei verschiedenste Themen und Möglichkeiten für eine Beilegung ihres Streits erkunden. (Lesen Sie dazu einen Bericht in der SdM 65 zum Keynote-Referat von Prof. Folger, USA)

 

 

 SdM 65 - Interview mit Dres. Mähler

Die prägende Kraft des Anfangs

Zur Geschichte der Mediation in Deutschland

Jürgen Heim im Gespräch mit Dres. Gisela und Hans-Georg Mähler (Foto: zusammen mit Gary Friedman)

Nicht nur in den Mitgliedsländern der EU gewinnt die Mediation seit dem Erlass der EU-Verordnung und der nationalen Mediationsgesetze zunehmend an Bedeutung. Doch wie kam dieses konsensuale Verfahren nach Deutschland? Und woher? Das bekannte Mediatoren-Ehepaar Dres. Gisela und Hans-Georg Mähler aus München erinnert sich an die Entwicklung der Familienmediation in den D-A-CH-Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz).

 

 

 SdM 65 - Interview mit Jürgen Briem - SAP

Konfliktmanagement SAP: Erfolge, Hürden, Entwicklungsfelder

Im Interview: Jürgen Briem

Von Elke Schwertfeger und Christian Bähner

Das Konfliktmanagementsystem der SAP ist den Kinderschuhen entwachsen. Seit rund 10 Jahren2 bietet das Walldorfer Softwareunternehmen SAP professionelle Unterstützung im innerbetrieblichen Konfliktmanagement. In den letzten Jahren lag der Fokus auf der besseren Vernetzung der Konfliktanlaufstellen im Konzern sowie auf der internen Qualitätssicherung. Außerdem wurde mit Workshops und Trainings zunehmend in die Konfliktprophylaxe investiert.

 

SdM 65 - Beitrag Prof. Rafi

Die neue Rechtsverordnung

über Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren (ZMediatAusbV)

von Prof. Dr. Anusheh Rafi

Lang erwartet und doch überraschend erschienen ist die Verordnung mit der unaus­sprechlichen Abkürzung (ZMediatAusbV). Nachdem ein Entwurf Anfang 2014 veröffent­licht und von den Verbänden kritisiert wurde, ist die Verordnung in überarbeiteter Form am 21. 08. 2016 verabschiedet worden und tritt am 01. 09. 2017 in Kraft. Im Folgenden wird in die wesentlichen Grundgedanken der Verordnung eingeführt und ihre Bedeutung für die Praxis erläutert. Darüber hinaus wird sie kritisch gewürdigt.

(Dazu die Stimmen der Verbandsvorstände von BAFM und BMWA u. v. a.)

(JH)

 

Leseprobe mit Inhaltsverzeichnis

Spektrum der Mediation Ausgabe 65 »Schulen und Stile«

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