Unternehmen denken um

Neue Ausbildungsgänge
Unternehmen denken um

Mit mediativen Kompetenzen auf Erfolgskurs

Dorothea Faller

Dorothea Faller

Zunehmende Komplexität, Diversität und Digitalisierung bringen Konflikte mit sich. Damit Vielfalt zum Gewinn wird, brauchen Unternehmen und Organisationen Kompetenzen und Formen des Umgangs mit Konflikten, um das konstruktive, kreative Potenzial von Konflikten zur Weiterentwicklung zu nutzen.

Dabei können sie die destruktiven Elemente, die sich im Abbrechen der Kommunikation, persönlichen Beschädigungen oder Erkrankungen zeigen und hohe Kosten erzeugen, möglichst gering zu halten.

Insofern ist es ein Umdenken, Konflikte in Organisationen nicht als Ausnahme oder als Verhängnis zu bewerten, sondern als tägliche Realität. »Denn nicht der Konflikt ist das Problem, sondern die Art und Weise, wie wir damit umgehen.« Dies haben inzwischen viele Unternehmen erkannt und entsenden Mitarbeitende in Mediationsausbildungen, um die Konfliktkompetenz ihrer Organisation zu stärken.

 

Aus diesem Grunde haben die GRUNDIG AKADEMIE Nürnberg und die Medius GmbH Münster ihre langjährige Zusammenarbeit intensiviert und führen nun die neuen Ausbildungen »Systemische Wirtschaftsmediation« und »Systemdesign« in Nürnberg und in Essen durch.

Das in dieser Ausbildung vermittelte Mediationsverständnis bezieht sich nicht nur auf die Bearbeitung von Konflikten. Es zielt vielmehr darauf ab, in Unternehmen Konfliktkompetenz aufzubauen sowie Prozesse und Strukturen so zu gestalten, dass Konflikte reduziert bzw. frühzeitig erkannt und bearbeitet werden können.

Schwerpunkt der Ausbildung ist die innerbetriebliche Wirtschaftsmediation. Adressaten sind neben freiberuflich tätigen BeraterInnen vor allem interne Verantwortliche aus Unternehmen und Organisationen, die ihre originäre Arbeit durch mediative Kompetenz erweitern wollen.

Bernd Uebersezig, Personalleiter bei der Erich NETZSCH GmbH & Co. Holding KG, einem mittelständischen Betrieb bestätigt nach seiner Teilnahme an einer Mediationsausbildung bei der GA und der Medius GmbH:


»Die im Personalwesen geforderten Kompetenzen sind dabei, sich im Zuge des digitalen und globalen Wandels und seiner Auswirkungen auf die Arbeit zu ändern. Veränderungen zu begleiten und zu gestalten erfordert in zunehmendem Maße Beratungs-, Coaching-, Moderations- und Konfliktmanagementkompetenz.

In meinem Erleben als Personalleiter nehmen Konflikte in allen Bereichen unserer Unternehmen in den letzten Jahren zu. Die Fähigkeit Konflikte selbst zu lösen, bzw. die Fähigkeit und oft auch der Wille der Führungskräfte Konflikte aktiv zu bearbeiten hingegen stagniert oder ist sogar rückläufig. Die Auswirkungen in den Unternehmen sind uns allen gut bekannt. Vor diesem Hintergrund war es für mich zielführend, selbst an einer fundierten Mediationsausbildung teilzunehmen, mir Kenntnisse anzueignen und diese in die Organisationen einzubringen.«

 

In kleinen Ausbildungsgruppen von bis zu 12 Teilnehmenden begegnen sich Führungskräfte, Personaler, Betriebsräte, Projektverantwortliche aus Wirtschaftsunternehmen, Verwaltungen und sozialen Organisationen sowie Freiberufler, die als Berater tätig sind.

Die Teilnehmenden beschreiben die Vielfalt in der Gruppe als großen Gewinn, weil sie dadurch mit Branchen oder BerufsvertreterInnen in Kontakt kommen, mit denen sie in ihrem Alltag normalerweise nichts zu tun hätten. Sie treffen sich zwischen den Modulen in Peergruppen, reflektieren Seminarinhalte, üben in Rollenspielen und bringen ihre Fragen ins nächste Modul ein. Viele Peergruppen bleiben weit über die Ausbildung hinaus in Kontakt und unterstützen sich kollegial in ihrem mediativen Vorgehen.

Ein Spezifikum dieser Ausbildung sind Projektsupervisionstage, in denen der Transfer in den Arbeitsalltag im Vordergrund steht: Unter Anleitung der Ausbildungsleitung werden Wege erarbeitet, mediative Ansätze in Organisationskontexte zu integrieren, um Arbeitsprozesse und -strukturen konfliktfester zu gestalten und mit wiederkehrenden Konflikten konstruktiv umzugehen. Dabei spielen die individuellen Arbeitskontexte und Positionen der Teilnehmenden eine zentrale Rolle, so dass sehr individuelle, organisationsspezifische Ansätze entwickelt werden.

Beispielsweise haben sich Führungskräfte mit Möglichkeiten und Grenzen mediativer Führung beschäftigt, Projektverantwortliche begleitende Maßnahmen zur mediativen Gestaltung von Projekten erarbeitet, Betriebsräte Formen der Beteiligung von Mitarbeitenden mediativ gestaltet. Des weiteren entstanden Ansätze zur Unternehmensübergabe an die nachfolgende Generation für SteuerberaterInnen, Trainings zu Führen mit Mediationskompetenz sowie Konzepte, wie wiederkehrende Konflikten zwischen Immobilienverwaltung und MieterInnen mediativ bearbeiten werden können.

Die Abschlussarbeit besteht in der Darstellung eines Ansatzes, wie mediative Elemente in den Berufsalltag integriert werden können oder in der Beschäftigung mit einem speziellen Aspekt der Mediation. Sie ist eine Kombination aus Literaturstudium und praktischen Anteilen.

Die Module sind sehr praxisorientiert und alle TrainerInnen verfügen über umfangreiche Mediationspraxis und Trainererfahrung.

Die GRUNDIG AKADEMIE und die Medius GmbH sind vom BMWA® - Bundesverband Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt - anerkannte Ausbildungsinstitute. Die Ausbildung erfüllt die Vorgaben für eine Zertifizierung nach der Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten MediatorInnen (ZMediatAusbV).

Die TeilnehmerInnen haben drüber hinaus die Möglichkeit, nach Beendigung der gesamten Ausbildung die internationale Zertifizierung der ICN Business School zu erwerben. Die ICN Grande École de Management in Nancy vergibt nach einer Prüfung an Teilnehmer renommierter Lehrgänge ein international anerkanntes Zertifikat.

 

Weitere Informationen:

GRUNDIG AKADEMIE Nürnberg

Systemische Wirtschaftsmediation und Systemdesign - Ausbildungen


Medius GmbH Münster

 Systemische Wirtschaftsmediation und Systemdesign 



Autorin

Dorothea Faller Medius GmbH

Dorothea Faller

Pädagogin, Lehrmediatorin BMWA®, Supervisorin und Coach DGSv, Organisationsberaterin, Systemdesignerin, Trainerin für Mindfulness in Organisationen (MIO) mit Beratungs- und Führungserfahrung in Jugend- und Eingliederungshilfe und seit 2016 Vorstandsmitglied des BMWA® (Bundesverband Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt).

 

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