Wissenschaftliche Studie zur Nutzung der Mediation

Wissenschaftliche Studie zur Nutzung der Mediation

Aufruf zur Teilnahme bis zum 30.10.2016

 Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

 

Unter Leitung von Prof. Dr. Elisabeth Kals und Mitarbeit von Dr. Heidi Ittner wird an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt eine wissenschaftliche Studie zur Nutzung der Mediation durchgeführt.

Noch bis zum 30.10.2016 haben Teilnehmer die Möglichkeit, die Fragen zu beantworten.

Mediation aktuell unterstützt diesen Aufruf und hatte Gelegenheit, Frau Prof. Kals einige Fragen zu stellen:

Jürgen Heim - Mediationa aktuell: Frau Prof. Kals, aus welchem Grund und in welchem Fachbereichsrahmen wird diese wissenschaftliche Untersuchung durchgeführt?

Prof. Dr. Kals: Aktuell gibt es so gut wie keine Studie zur Nutzung von Mediation. Daher haben wir gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Mediation, die diese Studie finanziert, überlegt, diese Lücke zu schließen. Die Studie ist an der Professur für Sozial- und Organisationspsychologie der KU Eichstätt-Ingolstadt angesiedelt.

Mediation aktuell: Welches Ziel verfolgt die wissenschaftliche Studie der KU Eichstätt-Ingolstadt?

Prof. Dr. Kals: Wir gehen der Frage nach, was Menschen über Mediation denken und was für sie dafür oder dagegen spricht, Mediation bei Bedarf zu nutzen.

In dieser Studie geht es daher um folgende zwei Hauptfragestellungen:

1. Was sind die Barrieren, warum Mediation grundsätzlich anerkannt, aber dennoch nicht intensiver genutzt wird?
2. Was kann man aufbauend auf diesen Befunden tun, um die Verbreitung von Mediation zu befördern?

Mediation aktuell: Finden die ausgewerteten Daten für weiterreichende Konzepte oder Projekte Verwendung?

Prof. Dr. Kals: Aus den Befunden sollen Ableitungen für die Praxis gemacht werden. Dabei geht es letztlich darum, zu erkennen, was die Nutzung von Mediation fördert und was sie hemmt, um ihre Verbreitung zu befördern.

Mediation aktuell: Sind im Kontext der Mediation weitere Studien oder Forschungsvorhaben geplant?

Prof. Dr. Kals: Das hängt natürlich von den Befunden ab. Geplant ist aber, je nach Befundlage, später die einzelnen Anwendungsfelder der Mediation noch genauer zu untersuchen, um für diese spezifische Aussagen treffen zu können - wie beispielsweise für Paar- und Familienmediation, Peer-Mediation, Wirtschaftsmediation, Umweltmediation, Mediation im Rechtssystem, Täter-Opfer-Ausgleich etc..

Mediation aktuell: Wird das Ergebnis der Studie veröffentlicht? Falls ja – wann, wo und in welcher Form?

Prof. Dr. Kals: Die Teilnehmer an der Studie, die das wünschen, werden von uns nach Abschluss der Daten über die Befunde informiert. Darüber hinaus werden wir von wissenschaftlicher Seite und die Deutsche Stiftung Mediation von praktischer Seite dafür Sorge tragen, dass die Ergebnisse in geeigneter Form an die Fachöffentlichkeit aber auch die allgemeine Bevölkerung gelangen. Der genaue Ort der Publikation lässt sich letztlich erst festlegen, wenn wir die Ergebnisse kennen.

Mediation aktuell: Wer kann wo und wielange noch daran teilnehmen?

Prof. Dr. Kals: Jeder kann teilnehmen und wir freuen uns sehr, wenn möglichst viele unserem Aufruf folgen. Wer bereit ist, diese Studie zu unterstützen, findet über den Link

http://umfragen.ku.de/mediation

 

einen Online-Fragebogen.

Die Bearbeitung wird etwa 12 bis 15 Minuten in Anspruch nehmen. Die Befragung ist völlig anonym, alle Angaben werden streng vertraulich behandelt. Als kleines Dankeschön können Amazon Gutscheine im Wert von 400 Euro gewonnen werden.

Vielleicht noch eine wichtige Information: Wir planen, bis Ende Oktober zu erheben. Daher steht unsere Fragebogen noch bis zum 30.10.2016 zur Verfügung.

Mediation aktuell: Frau Prof. Kals herzlichen Dank für dieses Interview.

(Das Interview führte Jürgen G. Heim, Lt. Redaktion Mediation aktuell.)

 

Hinweise

 

Prof. Dr. Elisabeth Kals


Professorin Dr. Elisabeth Kals

Inhaber/in der Professur für Sozial- und Organisationspsychologie

 Dr. Heidi Ittner, Diplompsychologin

 

Dr. Heidi Ittner, Diplompsychologin



Deutsche Stiftung Mediation


Informationen zur Deutschen Stiftung Mediation




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